Liebe Mitbürger und Nachbarn,

die grundsätzlich sehr erfreuliche Nachricht über den in der Sitzung des
Stadtplanungsauschusses am 9.10.07 erreichten Kompromiss hat viele
von Ihnen bereits gestern mit dem Artikel im Abendblatt erreicht (Anlage).

Der Ausschuss hat einstimmig votiert - alle drei Parteien! - den B-Planentwurf
zur Auslegung freizugegeben und zwar in Verbindung mit unserem
Forderungskatalog, den wir am 5.10.07 in unserer letzten Versammlung
diskutiert und verabschiedet haben.

Bei diesem Beschluss handelt es sich nach unserer Information um einen
Prüfautrag der Politiker an die Verwaltung. Er wird zusammen mit dem
B-Planentwurf öffentlich ausgelegt und enthält unsere Forderungen als
gewichtige (Initial-)Einwendung gegen diesen Entwurf, welche die Behörde
unbedingt berücksichtigen muss.

Mit dem Beschluss eröffnet sich nun die realistische Chance, alle planungs-
rechtlichen Schritte noch vor der Wahl im Februar 08 abzuschließen.
Unter diesem Zeit- und Erfolgsdruck  für Politik, Baudezernat und
Bauherrn (Frankonia) konnten wir ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft
dieser drei Beteiligten für uns nutzen:

Unsere Forderungen (Anlage) wurden unmittelbar vor der Sitzung unter den
drei Beteiligten mit Konsens verhandelt, dieser soll mit wenigen Einschränkungen
vollständig umgesetzt werden.
In der Sitzung, unmittelbar vor der Abstimmung und Ihr Einverständnis
voraussetzend  haben wir dann folgenden Einschränkungen zugestimmt:

1.1 Die Verlagerung der TG- Anbindung an den Mittelweg 110/111:
     Dies soll wegen des Platzbedarfs von Zufahrt plus TG- Anbindung nicht
     möglich sein, da dort große Bäume infolge der Beschädigung
     des Wurzelwerkes gefällt  werden müssten (Das werden wir uns, nicht zuletzt im
      Interesse des Seniorenheims, näher ansehen müssen. Wir  werden prüfen, ob nicht eher der
      Baukörper des Hauses 3 im Teilefeld 4 mit dessen Verbreiterung bzw. Verlegung nach Süden
      das Haupthindernis ist).   

2.1 Beschränkung auf 120 bis130 WE: Erhöhung auf 150 WE:
     Dies sehen wir als deutlichen Erfolg, denn eine spätere Erhöhung der bisher
     ohnehin geplanten 150 WE durch den Bauherrn  ist bei den jetzt sehr großen
     Wohnungen - trotz "Luxussegment" - nicht auszuschließen und würde
     entsprechenden  Anstieg der Verkehre zur Folge haben.

3.1 Begrenzung der Hotelnutzung auf max. 70 Zimmer:
      Hier hat unsere Forderung 1.6 nach "gesetzlich zulässiger Zimmerzahl"
      Priorität, dies werden im Rahmen der WA-Nutzung voraussichtlich eher
      50 Zimmer sein.

3.2 Ausschluss weiterer Hotelnutzungen...:
      Der Ausschluss weiterer Nutzungen sollte weniger über die Art der Nutzung,
      wie "Familienfeiern" etc., sondern über die Zahl der Zimmer/Räume und
      Restaurantplätze definiert werden. Diese Regelung WA-gebietsverträglicher
      Nutzung ist neu zu formulieren.

Die Vertreter der drei Parteien (Führbaum (SPD),Westenberger(CDU), Beck(GAL))
hatten uns vorher Ihr Wort gegeben, dass sie sich für die Umsetzung unserer
Forderungen einsetzen, d.h. diese umgehend und verbindlich in die Planunterlagen
einarbeiten werden, soweit keine gravierenden rechtlichen Hürden entgegenstehen.

Wir sind der Auffassung, daß wir damit das Machbare voll erreichen konnten und
werden nun den weiteren Fortgang überwachen.

Zu technischen Details des Verkehrsgutachten des Bauherrn befinden wir uns
auf der Grundlage unser eigenen Untersuchung noch in fachlicher Diskussion.

Nach Auslegung des B-Planentwurfes, voraussichtlich ab Mitte November für
4 Wochen, hat natürlich jeder betroffene Bürger die Möglichkeit, Einwendungen
vorzubringen.
Wichtig scheint allerdings,sich von Bürgerseite unmittelbar nach der Auslegung
mit dem Planentwurf zu befassen, weil seitens des Bauhherrn und der Stadtplanung
ein zügige Vorab-Baugenehmigung angestrebt wird. Es ist nach unserem Ver-
ständnis nicht ganz auszuschließen, dass bereits während der Auslegungszeit die
Bauprüfung der Einzelentwürfe beginnt und sehr späte Einwendungen bei der
Abwägung schwächer berücksichtigt werden.

Mit nachbarschafltichen Grüßen

Dr. Irmgard Weber  Dr.Gottfried von Bismarck  Klaus  Kaldenberg