mit unserem letzten Bericht Anfang Juli hatten wir Ihnen unsere Zuversicht vermittelt, dass sich die Bezirkspolitiker vereint für unsere Forderungen einsetzen würden und dass auch vom Baudezernat Offenheit dafür zu erwarten sei. Inzwischen hat sich wohl hinter den Kulissen viel getan und wir haben heute weniger gute Nachrichten für Sie:
Auf einer gemeinsamen Besprechung am 31.7.07 im Baudezernat mit der Behördenleitung, den Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und GAL und uns wurde deutlich, dass die bisherige Einigkeit kaum noch besteht und die Durchsetzung unserer Forderungen im Wege von Verabredungen mit uns sehr schwer werden wird (beigefügt unser Ergebnisprotokoll).
Es zeichnet sich Konsens zwischen Baudezernat und Bezirkspolitikern ab, der einseitig zu Lasten von uns als Anwohner geht, verbunden mit der Gefahr einer erheblichen Erhöhung des Verkehrs in der Sophienterrasse. Ein deutliches Indiz hierfür zeigt sich in der (am 23.05.2007) planerisch vorgesehenen Schließung der breiten Zufahrt zwischen den gewerblich genutzten Häusern Mittelweg 110 und 111. Die von uns seinerzeit vorgeschlagene Anbindung des Geländes an den Mittelweg wird dadurch praktisch unterbunden.
In persönlichen Briefen vom 7.8.07 an die drei Fraktionsvorsitzenden haben wir unsere Forderungen nochmals vorgetragen (beigefügt, mit jeweils identischer Anlage).
Wir werden nun am 6.9.07 ab 17:30 noch ein weiteres Gespräch im Baudezernat in großer Runde mit dem Leiter des Bezirksamtes Eimsbüttel, dem Baudezernenten, der Stadtplanungsabteilung, den Fraktionsvorsitzenden sowie dem Investor Frankonia Eurobau AG mit unveränderter Zielsetzung führen.
Absolut unverzichtbar für uns ist die Vorlage und Diskussion eines neuen, die inzwischen massiv erhöhte Baugrundfläche berücksichtigenden Verkehrsgutachtens vor einer Entscheidung über den Bebauungsplan. Zur Gegenkontrolle haben wir vor, eine Verkehrszählung zum Iststand am Knoten Sophienterrasse/Mittelweg durch eine Expertenfirma durchführen zu lassen. Der Preis liegt bei ca. 1000.-€ für 8 Stunden; wir würden uns über ein Signal Ihrer Bereitschaft zur Kostenbeteiligung freuen.
Unserem Wunsch nach näheren Angaben zu Tagesordnung, Entscheidungsvorlagen und denkbaren Kompromisslinien sowie zum weiteren Ablauf ist die Behörde bisher noch nicht gefolgt.
Wir halten Sie informiert und sind sehr offen für Ihre Anregungen. Bitte informieren Sie auch Ihre nicht über Email verfügenden Nachbarn.
Mit besten nachbarlichen Grüßen
Dr. Irmgard Weber, Dr.Gottfried von Bismarck, Klaus Kaldenberg
Bürgerinitiative Sophienterrasse Hamburg, 21.08.2007